Mexikanische Journalisten in Schutzausrüstung berichten während der COVID-19-Pandemie von einem Protest von Verwaltungsangestellten des General Balbuena Hospitals in Mexico-Stadt am 16. April 2020. (AFP/Pedro Pardo)

CPJ Sicherheitshinweise für die Berichterstattung zur Coronavirus-Pandemie

Stand 14. August 2020

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch von COVID-19 (neuartiges Coronavirus) am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt.

Journalisten auf der ganzen Welt spielen eine zentrale Rolle bei der zeitnahen Information der Öffentlichkeit über das Virus und die Maßnahmen, die die Regierungen zu seiner Bekämpfung ergreifen – trotz allen Versuchen der Behörden mehrerer Länder, hart gegen unabhängige Berichterstattung und Zugang zu Informationen vorzugehen, wie von CPJ dokumentiert. Medienschaffende stehen unter enormem Druck und hoher Belastung, und sind auf Reisen, bei Interviews und an den Orten, an die ihre Arbeit sie führt, oft einem Infektionsrisiko ausgesetzt, wie CPJ-Interviews mit Journalisten zeigen. Wegen COVID-19 waren Journalisten Zensur, Verhaftungen, tätlichen Übergriffen und Belästigungen im Internet ausgesetzt und haben ihren Lebensunterhalt verloren, wie kürzlich von CPJ berichtet.

Da angesichts der rasanten Entwicklung der Pandemie ständig neue Informationen verfügbar werden, aktualisieren die zuständigen Behörden laufend ihre Gesundheitshinweise und Informationen. Journalisten, die über die Pandemie berichten, sollten die Informationen der WHO und ihrer örtlichen Gesundheitsbehörden verfolgen.

Um über die neusten Entwicklungen der Pandemie auf dem Laufenden zu sein, ist das John Hopkins University Coronavirus Resource Center eine sichere und zuverlässige Informationsquelle.

SICHERHEIT IM EINSATZ

Internationale Reisebeschränkungen bleiben in Kraft und ändern sich häufig. Aufgrund der rasanten weltweiten Entwicklung der Pandemie dürften alle Aufträge mit großer Wahrscheinlichkeit kurzfristig oder ohne Vorankündigung geändert oder abgesagt werden.

Wenn Sie planen, über die COVID-19-Pandemie zu berichten, sollten Sie folgende Sicherheitshinweise beachten:

Vor dem Einsatz

  • Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sollten Interviews auch weiterhin möglichst nur noch telefonisch oder online geführt werden.
  • Laut den US-Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention (CDC) gelten ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder starkem Übergewicht als besonders gefährdet. Wenn eine dieser Kategorien auf Sie zutrifft, sollten Sie Aufträge vermeiden, die Sie in direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit bringen. Auch bezüglich der Entsendung schwangerer Mitarbeiterinnen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen angezeigt.
  • Bei der Auswahl von Mitarbeitern für die Berichterstattung über die COVID-19- Pandemie sollten die Verantwortlichen bedenken, dass bestimmte Nationalitäten rassistischen Übergriffen ausgesetzt sind, wie von NHK World aufgezeigt.
  • Manche Länder, in denen die Lockdown-Maßnahmen bereits aufgehoben waren, haben sie seither wieder eingeführt, wie Forbes berichtet. Darum sollten Sie mit Ihren Vorgesetzten vorab besprechen, welche Pläne es zu Ihrer Unterstützung gibt, falls Sie während des Einsatzes erkranken. Berücksichtigen Sie dabei die Möglichkeit, dass Sie in Selbstquarantäne gehen müssen und/oder für längere Zeit in einer Quarantäne-/Sperrzone festgehalten werden.

Psychisches Wohlbefinden

  • Dem Reuters Institut der Universität Oxford zufolge können selbst die erfahrensten Journalisten bei der Berichterstattung über die COVID-19 Pandemie mit psychologischen Stressreaktionen zu kämpfen haben. Arbeitgeber sollten regelmäßig nach ihren Journalisten sehen, sich davon überzeugen, wie sie die Lage bewältigen, und gegebenenfalls Hilfe und Unterstützung anbieten.
  • Ihre Familienmitglieder werden auf Ihr Vorhaben, über die COVID-19-Pandemie zu berichten, vermutlich mit Sorge und/oder Anspannung reagieren. Sprechen Sie mit ihnen über die Risiken und ihre Sorgen. Vereinbaren Sie gegebenenfalls ein Gespräch mit Ihren Angehörigen und den medizinischen Sachverständigen Ihrer Organisation.
  • Journalisten, die über COVID-19 berichten, erwähnen CPJ gegenüber, dass sogar Familienmitglieder und Freunde die Gefahren bezweifeln und oft negativ reagieren. Das kann entmutigend wirken.
  • Überdenken Sie die möglichen psychologischen Auswirkungen einer Berichterstattung aus einer von COVID-19 betroffenen Einrichtung oder Region, insbesondere, wenn es sich um medizinische Einrichtungen, Isolierungseinrichtungen oder Quarantänezonen handelt. Das DART Center für Journalismus und Trauma bietet Orientierungshilfen für die Medienarbeit in traumatischen Extremsituationen. Auf der CPJ-Notfallseite finden Sie externe Informationsquellen zu Sicherheitsmaßnahmen, einschließlich Best-Practice-Verfahren zur psychischen Gesundheit für die COVID-19-Berichterstattung.  

Schützen Sie sich und andere

In den meisten Ländern wird Social Distancing / physische Distanz praktiziert, allerdings berichtet Reuters von landesspezifischen Unterschieden bei den Vorschriften zum empfohlenen Sicherheitsabstand. Wenn Sie mit den Rettungsdiensten vor Ort berichten oder Hochrisiko-Einrichtungen wie die Folgenden besuchen, erkundigen Sie sich vorab über die dort praktizierten erforderlichen Hygienemaßnahmen. Wenn Sie diesbezüglich Zweifel haben, gehen Sie nicht hin.

  • Jede Art von Gesundheitseinrichtung
  • Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen
  • Wohnungen von kranken und/oder älteren Menschen, Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder (möglicherweise) Schwangeren
  • Produktionsanlagen, die als Orte mit hohem Übertragungsrisiko gelten, wie Fleischverarbeitungsbetriebe
  • Leichenhallen, Krematorien oder Beerdigungen
  • Quarantänezonen, Isolations- oder Sperrzonen
  • urbane Ballungsräume mit hoher Bevölkerungsdichte (z.B. Armensiedlung oder Favela)
  • Flüchtlingslager
  • Gefängnisse oder Untersuchungshaftanstalten mit COVID-19-Fällen.

Standardempfehlungen zur Ansteckungsprävention:

  • Halten Sie zu allen Personen den empfohlenen Sicherheitsabstand ein. Die behördlichen Vorschriften dazu können je nach Land variieren. Seien Sie besonders vorsichtig im Umgang mit Personen, die Anzeichen oder Symptome von Atemwegserkrankungen wie Husten und Niesen zeigen, und/oder bei Interviews mit älteren Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, Menschen in Kontakt zu Personen mit Symptomen, mit Pflegepersonal, das COVID-19 Patienten behandelt, und mit Menschen, die in Hochrisikogebieten arbeiten.
  • Führen Sie Interviews möglichst immer im Freien. Wenn Sie Interviews in geschlossenen Räumen führen müssen, wählen Sie einen Raum mit Luftstrom (z.B. bei offenem Fenster), und vermeiden Sie kleine, enge geschlossene Räume.
  • Händeschütteln, Umarmungen und/oder Küsse sind grundsätzlich zu vermeiden.
  • Stehen Sie möglichst nicht direkt vor Ihren Interviewpartnern, sondern versetzt, und halten Sie dabei immer den empfohlenen Sicherheitsabstand ein.
  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich für mindestens zwanzig Sekunden die Hände mit warmem Wasser und Seife. Achten Sie darauf, die Hände richtig abzutrocknen. Hinweise zum richtigen Händewaschen stehen auf der Seite der WHO und der Seite derBundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • Wenn warmes Wasser und Seife nicht erhältlich sind, benutzen Sie antibakterielles Handgel oder Reinigungstücher. Waschen Sie sich aber umgehend die Hände mit warmem Wasser und Seife, sobald Sie wieder Gelegenheit dazu haben. (Die CDC empfiehlt alkoholbasierte Handdesinfektionsmittel mit über 60% Ethanol oder 70% Isopropanol.)  Handdesinfektionsmittel können regelmäßiges Händewaschen nicht ersetzen.
  • Bedecken Sie immer Mund und Nase beim Husten und Niesen. Nach dem Husten oder Niesen in ein Papiertaschentuch entsorgen Sie dieses unverzüglich auf angemessene, sichere Weise. Denken Sie daran, sich anschließend gründlich die Hände zu waschen.  
  • Vermeiden Sie, mit den Händen Gesicht, Nase, Mund, Ohren etc. zu berühren, wie von der BBC dargestellt.
  • Benutzen Sie keine Trinkgefäße, Geschirr oder Besteck, die möglicherweise von anderen berührt/benutzt wurden.
  • Ihr Haar sollte grundsätzlich bedeckt sein. Langes Haar sollte hochgebunden und unter die Kopfbedeckung gesteckt werden.
  • Legen Sie vor jedem Einsatz Schmuck und Armbanduhr ab. Der Virus kann auf vielen unterschiedlichen Oberflächen für unterschiedliche Zeiträume überleben.
  • Sind Sie Brillenträger, säubern Sie Ihre Brille regelmäßig und gründlich mit warmem Wasser und Seife.
  • Verzichten Sie im Einsatz möglichst auf Kontaktlinsen, da Sie sich sonst vermehrt an die Augen fassen und damit Ihr Infektionsrisiko erhöhen können.
  • Wählen Sie Ihre Kleidung danach aus, welche Textilien sich leichter durch Abwischen säubern lassen als andere. Ihre gesamte Kleidung sollte nach jedem Einsatz vorsichtig abgelegt und bei hoher Temperatur und mit Waschmittel gewaschen werden.
  • Vermeiden Sie im Einsatz möglichst Bargeld und reinigen Sie regelmäßig Ihre Kreditkarten, Bankkarten und Geldbörse. Vermeiden Sie möglichst, Ihre Hände in die Taschen zu stecken.
  • Überlegen Sie, mit welchem Verkehrsmittel Sie zum Einsatzort und zurück fahren wollen. Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel zu Stoßzeiten, und denken Sie daran, nach dem Aussteigen alkoholbasiertes Handdesinfektionsgel zu benutzen.
  • Sind Sie im eigenen PKW oder Firmenwagen unterwegs, denken Sie daran, dass ein infizierter Mitfahrer die anderen anstecken kann, wie kürzlich von der BBC in Indien aufgezeigt. Fahren Sie mit geöffneten Fenstern, um eine gute Luftzirkulation im ganzen Fahrzeug zu ermöglichen, und erwägen Sie während des Aufenthalts im Fahrzeug den Gebrauch von Mund- und Nasenschutz oder Gesichtsmasken.
  • Legen Sie regelmäßig Pausen ein und achten Sie auf Ihr Energielevel, da bei Ermüdung mehr Fehler bei den Hygienemaßnahmen unterlaufen. Kalkulieren Sie hier auch weite Anfahrtswege zur Arbeit mit ein.
  • Denken Sie daran, sich vor dem Betreten, während des Aufenthalts und auch nach dem Verlassen eines betroffenen Gebietes immer gründlich die Hände mit warmem Wasser und Seife zu waschen.
  • Sollten Sie Symptome entwickeln, besonders Fieber oder Atemnot, überlegen Sie gut, wo Sie sich in medizinische Behandlung begeben. Die meisten staatlichen Gesundheitsbehörden empfehlen zur Zeit Selbstquarantäne zur Ansteckungsprävention. Wenn Sie sich in einer stark infizierten Region befinden, werden Ihnen in überfüllten medizinischen Behandlungszentren mit großer Wahrscheinlichkeit andere COVID-19-Patienten begegnen, wodurch sich Ihr Ansteckungsrisiko erhöht.
  • Verzehren Sie Fleisch nur gegart, Eier nur gekocht.

Sichere Handhabung der Ausrüstung

COVID-19 kann über kontaminierte Ausrüstung übertragen werden, weshalb strikte Reinigungs- und Desinfektionsregeln eingeführt und befolgt werden sollten:

  • Benutzen Sie möglichst immer Richtungsmikrofone mit Tonangel aus sicherer Entfernung. Ansteckmikrofone sollten nur in kontrollierten Umständen und unter strikter Einhaltung der Hygienerichtlinien benutzt werden.
  • Mikrofonabdeckungen sollten nach jedem Einsatz desinfiziert und bei hohen Temperaturen mit Waschmittel gewaschen werden. Lassen Sie sich informieren/schulen, wie Sie die Mikrofonabdeckung sicher entfernen können, um eine potentielle Kreuzkontamination zu vermeiden. EinMikrofon-Windschutz (Wind Muff-Abdeckung) sollte möglichst vermieden werden, da schwerer zu reinigen.
  • Benutzen Sie wo immer möglich kostengünstige Ohrhörer zum einmaligen Gebrauch, besonders für Gäste. Alle Ohrhörer sollten vor und nach dem Gebrauch abgewischt und desinfiziert werden.
  • Benutzen Sie Weitsichtlinsen, um am Einsatzort den Sicherheitsabstand einzuhalten.
  • Benutzen Sie möglichst mobile Ausrüstung statt solche mit Kabeln.
  • Überlegen Sie, wie Sie Ihre Ausrüstung im Einsatz aufbewahren. Lassen Sie nichts offen herumliegen, packen Sie alles in seinen Gerätekoffer zurück und schließen Sie ihn (bzw. in HartschalenFlightcases, die wesentlich leichter abzuwischen und zu reinigen sind).
  • Wenn möglich und praktikabel, benutzen Sie Ihre Geräte in Plastik verpackt. So wird die kontaminierbare Oberfläche minimiert und die Reinigung und Desinfizierung des Gerätes erleichtert.
  • Führen Sie voll aufgeladene Ersatzbatterien mit und vermeiden Sie, Geräte am Einsatzort aufzuladen, weil sie auch dadurch kontaminiert werden könnten.
  • Dekontaminieren Sie immer alle Ausrüstungsgegenstände mit antimikrobiellen Reinigungstüchern zur Schnelldesinfektion wie Meliseptol, gefolgt von einer gründlichen Reinigung: Handys, Tablets, Kabel, Stecker, Kopfhörer, Laptops, Festplatten, Kameras, Presseausweise, Schlüsselbänder etc.
  • Stellen Sie sicher, dass geliehene Ausrüstung bei der Rückkehr zur Basis erneut dekontaminiert wird, dass die für die Ausrüstung Zuständigen vorab informiert werden und in der sicheren Reinigung der Ausrüstung geschult sind. Achten Sie darauf, dass die Ausrüstung von der für die Reinigung zuständigen Person in Empfang genommen und nicht einfach nur abgestellt wird.
  • Benutzen Sie für den Einsatz ein Fahrzeug, stellen Sie sicher, dass nach jedem Einsatz eine gründliche Tiefenreinigung des Wageninneren durchgeführt wird, idealerweise durch jemanden, der dafür sachgerecht geschult ist. Türgriffe, Lenkrad, Schaltknüppel, Handbremshebel, Seitenspiegel, Kopfstützen, Sicherheitsgurte, Armaturenbrett und Fensterheber/Riegel/Knöpfe müssen besonders gründlich gereinigt werden.

Reinigung von Elektrogeräten

Im Folgenden einige allgemeine Empfehlungen zur Reinigung von Elektrogeräten. Bevor Sie Ihr Gerät reinigen, lesen Sie unbedingt immer die Gebrauchsanweisung des Herstellers.

  • Trennen Sie das Gerät von der Stromversorgung / entnehmen Sie die Batterien, und entfernen Sie alle Kabel.
  • Halten Sie Flüssigkeiten von Ihrem Gerät fern, und benutzen Sie keine Aerosolsprays, Bleich- und Scheuermittel – sie werden Ihr Gerät höchstwahrscheinlich beschädigen.
  • Sprühen Sie nie flüssige Substanzen direkt auf Ihr Gerät.
  • Benutzen Sie nur nicht scheuernde, weiche, fusselfreie Tücher.
  • Das Tuch sollte feucht, aber NICHT nass sein. Geben Sie etwas Seife auf das Tuch und reiben Sie sie mit der Hand in den Stoff.
  • Wischen Sie das Gerät mehrmals gründlich ab.  
  • Es darf keine Feuchtigkeit in Öffnungen (wie Ladebuchsen, Ohrhörer-Anschlüsse, Tastaturen) eindringen.
  • Trocknen Sie Ihr Gerät mit einem sauberen, trockenen und weichen Tuch ab.
  • Manche Hersteller empfehlen Reinigungstücher mit 70% Isopropanol für alle harten und nichtporösen Oberflächen.
  • Vor einer Desinfektion Ihrer Ausrüstung sehen Sie immer zuerst beim Hersteller nach, weil Desinfektionsmittel Ihr Gerät beschädigen können.  

Detailliertere Empfehlungen finden Sie in diesem Artikel.

Medizinische Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Das sichere An- und Ablegen von medizinischer persönlicher Schutzkleidung (wie Einmalhandschuhen, Atemschutzmasken, Schutzschürzen/Overalls/Bodysuits und Einweg-Überschuhen etc.) erfordert die strikte Befolgung der relevanten Sicherheits- und Hygieneregeln. Den allgemeinen Leitfaden der CDC finden Sie hier. Besondere Vorsicht ist beim Ablegen der PSA geboten, wenn das Risiko einer Kreuzkontamination am höchsten ist. Bitte unterschätzen Sie nicht die Wichtigkeit dieser Sicherheitsmaßnahmen. Im Zweifelsfall lassen Sie sich vorab von einem Experten beraten und schulen.

Bitte denken Sie daran, dass medizinische PSA in vielen Ländern immer noch Mangelware und schwer zu beschaffen ist, ihre Benutzung kann zu Versorgungsengpässen führen.

  • Überzeugen Sie sich davon, dass die von Ihnen benutzte PSA die richtige Größe für Sie hat. Schlecht sitzende PSA kann reißen oder/oder die Bewegungsfreiheit einschränken (wenn zu eng), und an Gegenständen wie Türklinken hängenbleiben und einreißen (wenn zu weit).
  • Benutzen Sie nur seriöse medizinische PSA-Markenprodukte und beachten Sie die Mindestanforderungen an die Sicherheit. Achten Sie auf schadhafte Ausrüstung (New York Times), und auf gefälschte Produkte, wie von Securing Industry aufgezeigt. Einige der führenden und anerkanntesten Marken finden Sie hier.
  • Tragen Sie Schutzhandschuhe beim Einsatz oder Aufenthalt in betroffenen Einrichtungen  wie medizinischen Behandlungszentren. Nitrilhandschuhe bieten wirksameren Schutz als Latex. Zwei Paar übereinander erhöhen den Ansteckungsschutz.
  • Bei der Arbeit an Orten mit hohem Infektionsrisiko, wie medizinischen Einrichtungen, ist meistens auch eine darüber hinausgehende arbeitsmedizinische Schutzausrüstung wie Schutzanzug und Atemschutz-Vollmaske erforderlich.
  • Wenn Sie einen Ganzkörperschutzanzug tragen, denken Sie daran, vor dem Anlegen der PSA die Toilette aufzusuchen.
  • Je nach Einsatzort müssen Sie möglicherweise Einwegschuhe oder wasserdichte Überschuhe tragen, die beim Verlassen der betroffenen Einrichtung sofort abzuwischen oder abzuspülen sind. Wasserdichte Überschuhe sollten vor dem Verlassen der Einrichtung auf eine sichere Weise entsorgt werden.
  • Es wird empfohlen, medizinische PSA unter Aufsicht einer geschulten Fachkraft an- und abzulegen, weil auch hier ein Infektionsrisiko entstehen kann. Dieses CDC-Video zum sicheren An- und Ablegen kann hilfreich sein, ersetzt aber keine Schulung bzw. die Aufsicht durch eine geschulte Fachkraft.
  • Benutzen Sie Einwegartikel wie Handschuhe, Bodysuits, Schutzschürzen oder Überschuhe nie mehrmals. Mehrmals verwendbare Ausrüstung muss immer sachgemäß dekontaminiert und desinfiziert werden. Stellen Sie sicher, dass alle kontaminierte medizinische PSA vor dem Verlassen der betroffenen Einrichtung auf eine sichere Weise entsorgt wird.

Mundschutzmasken

Die korrekte Handhabung von Mundschutzmasken ist besonders wichtig für Journalisten, die weiterhin im direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit stehen, sich dabei in engen geschlossenen Räumen aufhalten und mit Personen des öffentlichen Lebens sprechen müssen. Laut den aktualisierten Empfehlungen der WHO vom 9. Juli 2020 kann COVID-19 unter bestimmten Umständen auf dem Luftweg übertragen werden. Solche Orte sind unter anderem (aber nicht ausschließlich) enge geschlossene Räume mit geringer oder ohne Luftzirkulation, und Orte mit Menschenansammlungen. Sie sollten damit rechnen, daß die Viruskonzentration in der Luft an solchen Orten stark erhöht sein kann und ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Viele Länder schreiben ihrer Bevölkerung im öffentlichen Raum den Gebrauch von Mundschutz- und/oder Gesichtsmasken vor, und/oder empfehlen ihn, wie Al-Jazeera berichtet. Die CDC empfehlen für den öffentlichen Raum mehrschichtige Stoffmaskenaber keine medizinischen Mundschutzmasken, die Mangelware sind. Die WHO empfiehlt Menschen über 60 und/oder Menschen mit Vorerkrankungen im öffentlichen Raum, wenn kein körperlicher Abstand möglich ist, den Gebrauch von medizinischen Mundschutzmasken. Allen anderen wird zu dreischichtigen Stoffmasken geraten.

Es bestehen Bedenken, dass Masken bei unsachgemäßer Handhabe zu Infektionsquellen werden können. Einer aktuellen Lancet-Studie zufolge hält sich das Virus auf Chirurgenmasken nachweislich bis zu sieben Tage lang. Demnach kann beim Ablegen der Maske, ihrem erneuten Anlegen oder beim Berühren des Gesichts mit der Maske ein Infektionsrisiko bestehen.

Wenn Sie eine Maske tragen, sollten Sie sich an folgende Empfehlungen halten:

  • Statt einfacher Chirurgenmasken werden N95-Atemschutzmasken (oder Schutzklasse FFP2/FFP3) empfohlen.
  • Für sicheren Sitz muss die Maske an Nasenrücken und Kinn möglichst eng anliegen. Gesichtsbehaarung sollte auf ein absolutes Minimum reduziert werden, damit der sichere, eng anliegende Sitz der Maske gewährleistet ist. Dichter Bartwuchs verhindert dies.
  • Die strikte Befolgung der Sicherheitsregeln für Gesichtsmasken ist unerlässlich. Vermeiden Sie die Berührung der Vorderseite der Maske, und berühren Sie beim Abnehmen nur die Riemen. Korrigieren Sie den Sitz der Maske nur wenn unbedingt nötig. Waschen Sie sich nach jeder Berührung der Maske sofort die Hände.
  • Die Wiederverwendung gebrauchter Masken stellt ein Infektionsrisiko dar. Entsorgen Sie benutzte Masken immer sofort in einen verschlossenen Beutel.
  • Nach dem Abnehmen der Maske waschen Sie sich immer die Hände mit Seife und warmem Wasser, oder mit einem alkoholbasierten Handdesinfektionsmittel (mit über 60% Ethanol oder über 70% Isoporopanol).
  • Sobald die Maske feucht wird, ersetzen Sie sie durch eine frische, saubere, trockene Maske.
  • Denken Sie daran, dass Masken nur einen Teil Ihrer persönlichen Schutzmaßnahmen darstellen. Es ist absolut unerlässlich, die Berührung von Mund, Nase und Augen zu vermeiden und sich regelmäßig die Hände mit warmem Wasser und Seife zu waschen.
  • Je nach Ort oder Region können Masken knapp werden, und/oder es kann zu extremen Preisanstiegen kommen.

Digitale Sicherheit

  • Journalisten, die über COVID-19 berichten, können in diesem Zusammenhang zunehmend Anfeindungen im Internet ausgesetzt sein. Bewährte Empfehlungen des CPJ, wie Sie sich vor Angriffen schützen können, finden Sie hier.
  • Regierungen und Technologieunternehmen setzen zunehmend Überwachung ein, um die Verbreitung von COVID-19 zu verfolgen, so auch die NSO Group, deren Spyware Pegasus Citizen Lab zufolge gegen Journalisten eingesetzt wurde. Bürgerrechtsgruppen sind zunehmend beunruhigt, wie diese Überwachungsmethoden auch nach dem Ende dieser Gesundheitskrise eingesetzt werden, um Menschen zu überwachen. Privacy International verfolgt diese globalen Entwicklungen auf seiner Webseite.
  • Halten Sie kurz inne und denken Sie nach, bevor Sie Links anklicken oder Dokumente herunterladen, die Informationen über COVID-19 enthalten. Kriminelle setzen die aktuelle Gesundheitskrise und Panik ein, um Einzelne und Organisationen mit Phishing-Attacken auszuspionieren. Electronic Frontier Foundation zufolge können Ihre Geräte so mit Malware infiziert werden.
  • Lassen Sie Vorsicht walten, wenn Sie Links zu COVID-19 in sozialen Medien oder Instant-Messaging-Diensten anklicken. Manche können zu Seiten führen, die Ihre Geräte mit Malware infizieren.
  • Bösartige Apps können Ransomware wie COVID-19 Tracker enthalten.
  • Karten, die aktuelle COVID-19-Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen wie der WHO enthalten, können Malware enthalten, mit der Passwörter gestohlen werden können.
  • Falschinformationen können auch aus staatlichen Quellen kommen, wie der Guardian berichtet. Die WHO warnt generell vor Falschinformationen, die BBC berichtet über einige Fälle. Ein Leitfaden zu Mythen und Fakten ist auf der Seite der WHO abrufbar.
  • Seien Sie skeptisch gegenüber COVID-19-Informationen, die in Instant-Messaging-Diensten geteilt werden. Sie können Fake News und Falschmeldungen enthalten.
  • Inhalte zu COVID-19 auf Facebook werden jetzt nicht mehr von Menschen, sondern von Künstlicher Intelligenz (KI) moderiert, vertrauenswürdige Inhalte über die Krankheit wurden irrtümlich gelöscht.
  • Informieren Sie sich über Webkonferenzen und Datenschutzfragen, damit Sie wissen, wie diese Dienste mit Ihren Daten verfahren, zu welchen Daten sie Zugang haben und wie sicher sie sind. Seit immer mehr Menschen von Zuhause aus arbeiten, sind Webkonferenz-Dienste vermehrt Hackerangriffen ausgesetzt.
  • Machen Sie sich die Risiken bewusst, die mit einer Berichterstattung über oder aus autoritären Staaten einhergehen. Deren Regierungen verfolgen die COVID-19-Berichterstattung meistens genau. Manche versuchen generell, das Ausmaß von Epidemien zu verheimlichen und/oder die Medien entsprechend zu zensieren (CPJ).

Kriminalität und physische Sicherheit im Einsatz

Journalisten und Medienschaffende müssen mit zunehmender Pressefeindlichkeit und Feindseligkeit ihnen gegenüber, einschließlich verbaler Belästigung und tätlichen Übergriffen im Einsatz rechnen, wie in den USA, und laut dem U.S. Press Freedom Tracker in Deutschland, Großbritannien, Indien und Somalia.

Die Weltwirtschaft zeigt weiterhin eindüsteres Bild, immer mehr Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz, und laut Oxfam sind bis zu einer halben Milliarde Menschen von Verarmung bedroht. Es ist mit einem Anstieg krimineller Aktivitäten zu rechnen, laut einer Studie der University of Cambridge besonders mit einem Anstieg der Internetkriminalität.

  • Wenn Sie zu einem Auslandseinsatz reisen können (siehe unten), recherchieren Sie die aktuelle Sicherheitslage in Ihrem Zielland. Während das Ausmaß der Unruhen abgenommen hat, ist es seit Ende Februar weltweit zu gewaltsamen Zwischenfällen und Protesten gekommen. Denken Sie daran, dass es wieder zu Unruhen kommen kann, wenn aufgrund einer zweiten Welle erneute Lockdowns verhängt werden.  
  • Viele städtische Gebiete sind jetzt deutlich weniger belebt und die Polizei überlastet. Es besteht das Risiko, dass Kriminelle diese Situation ausnutzen. Journalisten berichten von verbalen Belästigungen, kriminellen Angriffen und auch von Überfällen, gehen Sie also nicht von einer unproblematischen Sicherheitslage aus.
  • Seien Sie besonders vorsichtig beim Einsatz in ländlichen Gebieten. Menschen können ‘Fremden’ aus Angst vor einer COVID-19-Infektion mit Argwohn und/oder Wut begegnen.
  • Seien Sie wachsam gegenüber einem potentiell rigorosen Vorgehen der Polizei. So kann es bei COVID-19-Sperrmaßnahmen zu tätlichen Übergriffen und zum Einsatz von scharfer Munition, Tränengas und Gummigeschossen kommen.
  • Journalisten, die aus Gefängnissen oder Gefangenenlagern berichten, sollten wachsam gegenüber den Gefahren COVID-19-bedingter Häftlingsproteste und/oder Ausschreitungen sein, wie zuvor in Sierra Leone, Italien, Nigeria, Kolumbien und Indien.
  • Rechnen Sie mit einer potentiell steigenden Kriminalitätsrate. Länder wie Irak, die USA,  Irland, Indonesien, Äthiopien, Palästina, Somaliland und Iran haben Häftlinge entlassen, um während der COVID-19-Pandemie die Gefangenenpopulation zu senken.
  • Rechnen Sie mit dem Risiko von Plünderungen und Raubüberfällen, besonders bei erneuten  Lockdown-Maßnahmen und/oder einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen.
  • Journalisten, die aus autoritären Staaten über COVID-19 berichten, sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie möglicherweise Verhaftung und/oder Abschiebung riskieren (CPJ).

Auslandseinsätze

Durch die weltweiten Reisebeschränkungen ist der internationale Reiseverkehr weiterhin schwierig. Wenn ein Auslandseinsatz möglich ist, sollten Sie auf Folgendes achten:  

  • Denken Sie daran, daß Lockdown-Maßnahmen und/oder Ausgangssperren auch innerhalb eines Landes variieren können. Auch können Lockdown-Maßnahmen lokal oder regional kurzfristig oder ohne Vorankündigung verhängt werden.
  • Quarantänemaßnahmen bei der Rückkehr können je nach Reiseland kurzfristig oder ohne Vorankündigung neu eingeführt oder verändert werden, wie kürzlich für Reisende bei der Rückkehr aus Spanien nach Großbritannien.
  • Verschaffen Sie sich einen genauen Überblick über alle medizinischen Behandlungszentren in Ihrem geplanten Einsatzgebiet. Denken Sie daran, dass es kurzfristig oder ohne Vorankündigung zu Streiks oder Protesten des Pflegepersonal kommen kann, wie unter anderem in Indien, Sierra Leone, Nigeria und Frankreich. Zugang zu medizinischer PSA kann eingeschränkt und/oder unmöglich sein. Recherchieren Sie vor jedem Einsatz ihre Verfügbarkeit vor Ort, und nehmen Sie gegebenenfalls Vorräte mit.
  • Sorgen Sie frühzeitig dafür, den für das Zielland erforderlichen Impfschutz aufzufrischen. Erwägen Sie eine Grippeschutzimpfung, um die Verwechslung von Symptomen zu vermeiden.  
  • Prüfen Sie Ihre Reiseversicherung, und denken Sie daran, dass für Auslandsaufenthalte im Zusammenhang mit COVID-19 vielleicht kein Versicherungsschutz erhältlich ist. Denken Sie daran, dass die meisten Regierungen unterschiedlich strenge Reiseempfehlungen und internationale Reisewarnungen ausgegeben haben.
  • Überprüfen Sie regelmäßig den Status von Veranstaltungen, die Sie besuchen wollen. Viele Länder haben öffentliche Versammlungen generell untersagt oder die Teilnehmerzahl eingeschränkt.
  • Prüfen Sie, ob für Ihr Zielland Einreiseverbote bestehen oder geplant sind, die sich kurzfristig ändern können.
  • Erstellen Sie einen Notfallplan für den Fall, dass Ballungsgebiete, einzelne Regionen und/oder ganze Länder kurzfristig oder ohne Vorankündigung abgeriegelt und zur Quarantänezone erklärt werden.
  • Weltweit sind viele Landgrenzen nach wie vor geschlossen. Wieder geöffnete Grenzen können ohne Vorankündigung wieder geschlossen werden. Berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Notfallplanung.
  • Reisen Sie nicht, wenn Sie krank sind. Die meisten internationalen und regionalen Flughäfen und andere Verkehrsknotenpunkte haben strenge Gesundheitskontrollen eingeführt. Reisende müssen bei der Ankunft nahezu immer mit Gesundheits-Checks und/oder Zwangsquarantäne/Selbstquarantäne rechnen.
  • Die Reisemöglichkeiten sind weltweit immer noch extrem eingeschränkt, weil Fluggesellschaften Flüge zu vielen Reisezielen ersatzlos streichen.
  • Medienberichten zufolge verursacht COVID-19 vielen Fluggesellschaften erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Erwägen Sie darum die Buchung von voll erstattungsfähigen Flugtickets.
  • Überlegen Sie, welche Vorräte sie mitnehmen sollten. Obwohl Hamsterkäufe mittlerweile nachlassen, kann eine erneute Knappheit von Gesichtsmasken, Handdesinfektionsmitteln, Seife, Lebensmittelkonserven und Toilettenpapier für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Auch Streikaktionen und/oder Arbeitskräftemangel durch COVID-19-Infektionen können die Situation in Ihrem Zielland verschärfen.
  • Prüfen Sie die aktuelle Visasituation für Ihr Reiseziel. Zahlreiche Staaten haben die Ausstellung von Visas und die Gültigkeit von bereits ausgestellten Visas ausgesetzt.
  • Vergewissern Sie sich, ob in Ihrem Zielland eine ärztliche COVID-19- Negativbescheinigung erforderlich ist.
  • Bleiben Sie flexibel beim Reiseverlauf und kalkulieren Sie bei internationalen Flughäfen zusätzliche Wartezeiten aufgrund von Gesundheits- und KörpertemperaturChecks ein. Dasselbe kann auch für Bahnhöfe, Häfen und Fernbusbahnhöfe gelten.
  • Verfolgen Sie zeitnah mögliche Änderungen an Ihrem Ankunftsort. Manche Länder erlauben ausländischen Staatsangehörigen die Einreise nur noch an bestimmten Flughäfen und Terminals.
  • Informieren Sie sich stets in Lokalmedien Ihres Ziellandes zu Bewegungseinschränkungen innerhalb der Stadt.

Nach dem Einsatz

  • Achten Sie stets auf Ihr Befinden und auf Anzeichen von Symptomen.
  • Nach Hochrisiko-Einsätzen ist in den meisten Fällen Selbstquarantäne erforderlich. Dazu informieren Sie sich bitte über die entsprechenden Verordnungen Ihrer Regierung.  
  • Verfolgen Sie die neusten Updates und COVID-19-Informationen, sowie alle Quarantäne- und Isolationsmaßnahmen am Start- und Zielort.
  • Je nach Infektionsrate im Land, in dem Sie sich aufgehalten haben, sollten Sie erwägen, ein Tagebuch mit Namen und Telefonnummern aller Personen zu führen, mit denen Sie 14 Tage nach Ihrer Rückkehr in nahen Kontakt kommen. Das erleichtert die Kontaktpersonennachverfolgung, falls Sie Symptome entwickeln.

Wenn Symptome auftreten

  • Wenn Sie Symptome von COVID-19 haben oder entwickeln, auch milde Symptome, informieren Sie Ihre Vorgesetzten und sorgen Sie gemeinsam für ein der Situation angemessenes Verkehrsmittel vom Endpunkt Ihres Einsatzes nach Hause. Nehmen Sie nicht einfach ein Taxi.
  • Folgen Sie den Empfehlungen der WHO, der CDC oder der zuständigen Gesundheitsbehörden an Ihrem Wohnort, um sich und andere zu schützen.
  • Verlassen Sie ab dem ersten Auftreten von Symptomen für mindestens 7 Tage nicht das Haus (für die genaue Dauer sind die Bestimmungen Ihrer Regierung maßgeblich). Damit schützen Sie andere, solange Sie noch ansteckend sind.
  • Planen Sie voraus und holen Sie sich Hilfe. Bitten Sie Arbeitgeber, Freude und Familie, Ihnen die nötigen Vorräte zu besorgen und vor Ihrer Haus- oder Wohnungstür abzustellen.
  • Halten Sie, soweit möglich, den empfohlenen Sicherheitsabstand von anderen Menschen in Ihrer Wohnung ein.
  • Schlafen Sie möglichst allein.
  • Wenn Sie sich mit anderen eine Wohnung/Unterkunft teilen, sollte von allen eine Isolationsperiode eingehalten werden. Ein nützlicher Leitfaden dazu findet sich hier. Bei der Nutzung von Badezimmer, Toilette und Kücheneinrichtung muss mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden, um eine Kreuzkontamination zu vermeiden.
  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich für mindestens 20 Sekunden die Hände mit Seife und warmem Wasser.
  • Halten Sie sich von gefährdeten Personen wie älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen möglichst fern.
  • Wenn Sie in Selbstquarantäne gehen, ist es nicht nötig, die Gesundheitsbehörden in Ihrem Land zu kontaktieren, nur falls sich Ihre Symptome während der Isolationsperiode deutlich verschlimmern.  

Das CPJ-Safety Kit ist eine Online-Informationsquelle für Journalisten und Nachrichtenredaktionen mit grundlegenden Sicherheitsempfehlungen zu physischer, digitaler und psychologischer Sicherheit, auch zur Berichterstattung über innere Unruhen und Wahlen.

[Anm. d. Red.: Diese Sicherheitshinweise wurden zuerst am 10. Februar 2020 veröffentlicht und seither häufig aktualisiert. Das Veröffentlichungsdatum oben zeigt den neusten Stand.]